Bürgerinitiative L14 diskutiert Angebot der Stadt

PRESSEINFORMATION

Fulda, 28.07.17

Bürgerinitiative L14 diskutiert Angebot der Stadt

FULDA – Auf die Reaktion der Veröffentlichung eines Offenen Briefes der Bürger*innen-Initiative Langebrückenstrasse 14 (BI L14) fand zeitnah im Juni ein Gespräch zwischen Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Stadtbaurat Daniel Schreiner, Wolfram Latsch (AWO), Christian Schmitt (Jugendwerk der AWO Nordhessen) und 3 Sprechern der BI L14 statt.

Der von der Stadt Fulda im Februar 2017 in Aussicht gestellten Prüfung des Rückkaufs einer Teilfläche der Langebrückenstraße 14 zugunsten des Verbleibs der Initiativen vor Ort erteilte Oberbürgermeister Dr. Wingenfeld in diesem Gespräch eine klare Absage. Die Begründung liege nach Aussage Wingenfelds im hohen Rückkaufpreis weit über Verkehrswert sowie weiteren erheblichen Sanierungskosten der zurzeit genutzten Gebäude.

Oberbürgermeister Dr. Wingenfeld stellte gleichzeitig den Beteiligten von AWO und BI L14 seine Ideen für einen langfristig zu nutzenden, soziokulturellen Standort vor, der nach seinen Einschätzungen eine Alternative zum derzeitigen Standort Langebrückenstrasse 14 sein kann. Er betonte das Vorhaben der Stadt, Raum für freie Kultur einzuräumen und perspektivisch weiterzuentwickeln. Weiter wird seitens der Stadt Fulda die Aufnahme dieses Areals in das aktuelle Stadtumbauprogramm Langebrückenstrasse / Hinterburg beantragt, wie Stadtbaurat Schreiner im Rahmen der Lenkungsgruppe zum Stadtumbau mitteilte. Dadurch, so der Vertreter der Stadt, werden langfristig Finanzmittel zur Verfügung stehen, die auch zum Teil in den strukturellen Aufbau eines soziokulturellen Zentrums fließen sollen.

Die BI L14 ist seinerzeit entstanden, um die soziokulturelle Vielfalt der Stadt Fulda am jetzigen Standort zu erhalten. Sie begrüßt daher die Aussage von OB Wingenfeld und die Bemühungen der Stadt, den gewachsenen Initiativen in ihrer Gesamtheit eine Perspektive zu geben. Inzwischen fand eine erste Begehung eines alternativen Standortes mit dem Stadtbaurat statt. Anwesend war auch ein von der Stadt beauftragter Planer für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie.

Der Weggang von der Langebrückenstraße an den angebotenen Standort wird innerhalb der BI L14 kontrovers diskutiert. Viele Kriterien sind hier zu berücksichtigen. In Anbetracht der endenden Mietverträge zum 31.12.2017 übt ein perspektivisch sinnvoller und den Bedürfnissen eines soziokulturellen Quartiers berücksichtigender Umbau einen immensen Druck aus. Zumal in den angebotenen Räumen ein erheblicher Sanierungsbedarf besteht. Dessen Behebung dauert laut Stadtbaurat Schreiner mehrere Jahre.

Ein Umzug bis zum 31.12.17 ist nach Einschätzung der BI L14 unwahrscheinlich. Die Frage steht demnach im Raum, wo die Gesamtheit der Initiativen nachdem 31.12.17 weiterarbeiten kann. Eine Unterbrechung der Arbeit wird von der BI L14 nicht hingenommen. Es besteht die Gefahr, dass die entstandene Gemeinschaft auseinanderfällt. Deshalb muss ein Übergang in der Gesamtheit gewährleistet sein. Außerdem brauchen die Initiativen und Nutzer der Langebrückenstraße Planungssicherheit.

Um die Planungen voranzutreiben haben die Gruppen und Initiativen in der Kürze der Zeit einen ersten Bedarfsplan erstellt und dem Referenten der AWO Nordhessen, Christian Schmitt, mitgeteilt. Ein Treffen mit Wolfram Latsch, Geschäftsführer der AWO Fulda ist zeitnah geplant, um Ergebnisse zusammenzuführen, einen ersten Entwurf der Nutzung und grundlegende bauliche Rahmenbedingungen abzustimmen.

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